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Dialog auf Augenhöhe für eine neue Arbeitswelt

Die Neue Qualität der Arbeit

Auf einem wevent trafen sich stypes, um in einer Open Space Veranstaltung das Thema #newwork zu bearbeiten.

Etwas provokant sagte ich bei einem Arbeitstreffen diesen Satz, worauf mir ein Beraterkollege erwiderte: „Rainer, ich habe kein Wort verstanden!“

Nun tatsächlich wünschte ich mir auch eine eher allgemeinverständliche Sprache. Viel wichtiger ist, dass es eine zunehmende Zahl von Menschen gibt, die sich beteiligen an der Beantwortung der Frage, wie wir zukünftig leben und arbeiten wollen. Die Begrifflichkeiten sollen keine Zweifel lassen. Menschen wollen in ihrer Authentizität und Individualität als Typen, und zwar als selbstbestimmte Typen (stypes) gesehen werden. Sie wollen nicht mehr alte Ellenbogenkarrieren machen, sondern im „Wir“ gemeinsam und partizipativ die Zukunft mitgestalten, ihre Potentiale nutzen und entwickeln. Der respektvolle und wertschätzende Umgang miteinander soll dabei das Schmiermittel für den Veränderungsprozess sein. #newwork oder die Zukunft der Arbeit.

Nach 100 Jahren zum neuen Managementansatz?

Was aber prägt die alte Form der Arbeit? Frederick Winslow Taylor hat wohl den ersten Ansatz einer Managementtheorie entwickelt, was dann auch von der Harvard Business School übernommen wurde. Wohlgemerkt, Taylor verstarb ziemlich genau vor 100 Jahren!

Seinen Ansatz habe ich im Studium eigentlich nur noch als historischen und überholten Ansatz kennen gelernt. Der Taylorismus hat sich trotzdem bis heute gehalten. Zwei wesentliche Punkte liegen in seinem Modell

 

– Ein negatives Menschenbild. Aus diesem Grund brauchen wir Führungskräfte, die den Mitarbeitern sagen was sie tun müssen und sie kontrollieren

– Trennung von Denken und Handeln. Zentralstellen denken und entscheiden. Mitarbeiter sind lediglich die, die nach diesen Entscheidungen handeln.

 

Passt #newwork noch mit den tradierten tayloristischen Grundprinzipien? Ich habe da sehr ausgeprägte Zweifel. Ich denke sogar, dass wir die hohen Burn-Out Raten in Unternehmen zu einem großen Teil auf das Konto des Taylorismus buchen können.

Wie soll ein respektvoller und wertschätzender Umgang auf dem Fundament eines negativen Menschenbildes funktionieren? Wie können wir Mitarbeiter mehr teilhaben lassen, wenn die Zentrale doch alles bestimmt? #newwork und Taylorismus passen nicht zusammen.

 

 

Nicht reden sondern handeln

Nun hat sich auf einem dieser wevents eine Kerngruppe von 5 Einzelpersonen vorgenommen, Impulse zu setzen für einen Dialog einer neuen Arbeitswelt. Es wuchs eine Community von mehr als 1000 Personen. Per Crowdfunding investierten mehr als 300 Einzelpersonen und 20 Unternehmen in die Erstellung eines Filmes, der Firmen zeigt, die irgendetwas in ihrem Unternehmen anders machen. Der Film soll Mut zur Veränderung machen.

Am 30.Januar war nun Premiere des Films. Auf zwei Etagen des Museums für Arbeit in Hamburg wurde der Film parallel auf 4 Leinwänden den mehr als 400 Gästen gezeigt. Von der Idee bis Umsetzung in etwas mehr als einem Jahr. Ich ziehe den Hut! Ich weiß, dass in vielen Unternehmen eine Idee solange braucht, um vom Entscheider wahrgenommen zu werden.
Da ist er nun, für alle im Internet zugänglich:

AUGENHÖHE OmU (dt.) from Daniel Trebien on Vimeo.

Projekt beendet?

Nein. Jetzt geht’s erst richtig los. Das Projekt heißt „Augenhöhe – Film und Dialog“. Jetzt werden bereits in vielen Städten Dialogveranstaltungen durchgeführt. Gemeinsam den Film als Impuls an schauen, dann der Dialog. World Cafe, Open Space oder beliebige Formate, um miteinander Ideen für eine neue Arbeitswelt zu erarbeiten.

Die erste Veranstaltung in Dortmund findet am 5.März 2015 im Coworking Space Work Inn statt, dann am 16.März bei Wirtschaftswunder in Unna und es wird weitere geben.

Coworking ist auch so eine Erscheinung der neuen Arbeitswelt. Teilen statt besitzen. Gemeinsam mit anderen arbeiten, lernen und Spaß haben.

Wir werden zukünftig jeden Donnerstag in einem Work Inn in Dortmund von 17:30 bis 20 Uhr eine Veranstaltung zur Zukunft der Arbeit durchführen. Manchmal mit kostenpflichtigen Kurzseminaren, sonst in kostenlosen Veranstaltungen.

Jeder kann mitmachen. Einzige Bedingung ist ein Dialog auf Augenhöhe mit Wertschätzung und Respekt im Umgang miteinander und Freude an dem Thema. Ich freue mich darauf

Kurzseminare: mehr Infos

Augenhöhe-Veranstaltung: mehr Infos

Projektseite Augenhöhe – Film und Dialog
Webseite Work Inn

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