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Urban Mining

Für viele Produkte des täglichen Gebrauchs benötigt die Industrie eine breite Palette verschiedener Rohstoffe, vor allem mineralische Rohstoffe. Im Inland kommen sie nicht vor, deshalb muss die deutsche Wirtschaft sie nahezu vollständig importieren. Deutschland zählt zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt.

Der Verbrauch mineralischer Rohstoffe ist weltweit stark gestiegen, wegen des enormen Wachstums der Schwellenländer und der Entwicklung neuer Zukunftstechnologien. Bereits heute kommt es bei der Versorgung mit Mineralien und Metallen zu Engpässen. Die globale Nachfrage nach Spezial-Metallen und seltenen Erden wird sich nach Expertenschätzungen bis 2030 verdreifachen.

 Die Entwicklung von Photovoltaik-Modulen, leistungsstarken Batterien für Elektro-Autos, Mikrokondensatoren, Glasfaserkabeln, RFID Technologie und anderen High-Tech-Technologien treibt den Bedarf nach Metallen wie Lithium, Indium, Tantal oder Germanium oder Silber.

 Das Bundeskabinett hat nun die vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, vorgelegte Rohstoffstrategie der Bundesregierung gebilligt. Damit wird die Rohstoffpolitik im Bereich der nicht-energetischen mineralischen Rohstoffe neu ausgerichtet. Bei diesen Rohstoffen handelt es sich zum Beispiel um die sog. Seltenen Erden, die für die Elektronikindustrie von großer Bedeutung sind.

Für die Zukunft des Hochtechnologiestandorts Deutschland ist die Versorgung mit bezahlbaren Industrierohstoffen von entscheidender Bedeutung. Nach den vorangegangenen Rohstoffdialogen und der Gründung der Deutschen Rohstoffagentur Anfang Oktober weise die nun vorgelegte Rohstoffstrategie den weiteren Weg einer nachhaltigen Rohstoffsicherung in Deutschland.

Ein wichtiger Punkt innerhalb der Rohstoffstrategie ist die Rohstoffeffizienz, also die Effizienz bei der Rohstoffgewinnung, wird verstärkt gefördert. Gleiches gilt für die Effizienz bei der Rohstoffverarbeitung (Materialeffizienz). Sekundäre Rohstoffe in Abfällen und Restmüll sollen durch Recycling besser genutzt werden. Wichtig sind dabei Forschung und Entwicklung. Daher wird in der Helmholtzgemeinschaft ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes Forschungsinstitut gegründet.

Auf den Herausforderungen der Rohstoffknappheit basiert auch das Urban Mining. Mittlerweile sind zunehmend Rohstoffe in höherem Maße in Städten verbaut oder von den Betrieben und Bürgern in Nutzung als sie noch weltweit in den Rohstoffvorkommen der Erden zu finden sind. Die Stadt als Bergwerk der Zukunft. 

Dies ist auch das Thema des 2. Urban Mining Kongresses am 19.Mai 2010 in der Messe Bremen.

www.urban-mining.com