Weichbrodt im Dialog

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Themen über Lehrinhalte hinaus


Rainer Weichbrodt wird ab September 2026 wöchentlich einen Blogbeitrag erstellen zu Themen aus den Bereichen Unternehmensführung und Betriebliches Management. Themen, die so nicht in Lehrbüchern stehen beziehungsweise, die Themen aus geänderten Perspektiven aufzeigen. Zu dem Blogbeitrag wird ein KI-generierter Videopodcast erstellt, der auch auf dieser Seite erscheint. Mit einem klaren Statement zu seiner Philosophie von Unternehmensführung.


Folge 3: Sechs Hüte, eine gemeinsame Richtung


Perspektivenwechsel und Kreativität


Wer eine Idee sofort mit Gegenargumenten beantwortet, verwechselt Diskussion mit gemeinsamem Denken. Am Ende haben vielleicht alle ihre Position verteidigt – aber niemand hat die Idee wirklich weiterentwickelt.

Die sechs Denkhüte geben jeder Perspektive ihren Platz. Gefühle und Bedenken dürfen ausgesprochen werden. Chancen werden geprüft, neue Lösungen gesucht und Entscheidungen bewusst vorbereitet. Besonders wichtig ist mir: Niemand wird auf die Rolle des Kritikers, der Optimistin oder des Ideengebers festgelegt.

Alle können ihre Perspektive wechseln. Das schafft Respekt und verbessert die Zusammenarbeit.

Probieren Sie die Methode bei Ihrer nächsten wichtigen Besprechung aus. Nehmen Sie eine konkrete Frage und vereinbaren Sie, dass alle Beteiligten nacheinander denselben Hut aufsetzen. Hören Sie beim roten Hut zu, ohne Gefühle zu rechtfertigen oder zu widerlegen. Sammeln Sie unter dem schwarzen Hut die Risiken. Fragen Sie danach mit dem grünen Hut: Was können wir tun, damit es besser gelingt?

Es braucht Übung, die eigene gewohnte Sichtweise zu verlassen. Doch genau darin liegt der Gewinn. Menschen denken mit, Entscheidungen werden tragfähiger und aus einer Besprechung kann gemeinsames Lernen entstehen.  Hier gehts zum Blog-Beitrag

Folge 2: Sind Menschen mehr als eine Farbe?


Verschiedenheit verstehen, tolerieren und wertschätzen


Warum begegnen Menschen derselben Veränderung mit so unterschiedlichen Erwartungen? Clare Graves und Spiral Dynamics bieten eine Sprache, um verschiedene Wertesysteme und Sichtweisen zu verstehen. Im Gespräch geht es darum, wie Organisationen Fragen nach Sicherheit, Leistung und Beteiligung aufgreifen können – und warum niemand auf eine Farbe reduziert werden sollte.

Wir verlieren Potenzial, wenn wir Menschen vorschnell danach beurteilen, ob sie in ein bestehendes Bild passen. Mich interessiert mehr, welche Erfahrungen und Sichtweisen sie einbringen können – und was sie brauchen, um sich weiterzuentwickeln.

Das verlangt auch etwas von Führung: zuhören, klare Erwartungen formulieren und Lernmöglichkeiten schaffen. Fördern und Fordern gehören zusammen. Wenn wir Unterschiede respektvoll besprechen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, wird aus Vielfalt eine Stärke für die Zukunft der Organisation.  Hier gehts zum Blog-Beitrag

Folge 1: Erfahrung ist Zukunftskapital


Menschen sind mehr als Personalressourcen


Mit 20 fehlt angeblich die Erfahrung. Mit 30 passt die Familienplanung nicht. Mit 40 wird die Bewerbung zu teuer. Mit 50 gilt Erfahrung plötzlich als mangelnde Anpassungsbereitschaft – und mit 60 wird berufliche Entwicklung kaum noch mitgedacht.

Vielleicht beginnt das Problem schon dort, wo Menschen vor allem als Personalressourcen betrachtet werden. Wie wäre es stattdessen mit einem Human Potential Management, das nicht nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ sucht, sondern Fähigkeiten erkennt und Entwicklung ermöglicht?

Unternehmen brauchen keine Beschäftigten, die in ein möglichst enges Anforderungsprofil passen. Sie brauchen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen, die gemeinsam lernen und Verantwortung übernehmen.

Das verlangt auch etwas von den Beschäftigten: Offenheit, Lernbereitschaft und den Mut, vertraute Routinen zu hinterfragen. Doch wer Leistung fordert, muss Entwicklung ermöglichen.

Schaffen wir Arbeitsbedingungen, in denen Menschen unabhängig von ihrem Lebensalter lernen, ihre Stärken einbringen und Verantwortung übernehmen können. Fördern und fordern wir sie – respektvoll, verbindlich und auf Augenhöhe.

Erfahrung ist kein Gegenmodell zur Innovation. In einer Kultur der Wertschätzung und des generationenübergreifenden Lernens wird sie zu Zukunftskapital. Hier gehts zum Blog-Beitrag